Mediation

Unstimmigkeiten, Missverständnisse und Uneinigkeiten sind nichts Ungewöhnliches zwischen Paaren, Eheleuten, Eltern und Kindern, Schülern und Lehrern, Mietern und Vermietern, Nachbarn, Kollegen, Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Kommt es nicht zu einer Einigung, werden häufig die Gerichte gefordert. Bei einer gerichtlichen Entscheidung gibt es immer mindestens einen Gesichtsverlust für die vermeintlichen „Gegner “. Es gibt einen der gewinnt und einen der verliert.

Mediation ist ein Angebot, Konflikte ohne juristische Entscheidung, sondern mit Hilfe eines neutralen und allparteilichen Vermittlers mit- und eigenverantwortlich zu lösen. Die getroffenen Entscheidungen im Mediationsverfahren werden im Interesse aller Beteiligten getroffen und sind somit gerecht damit tragfähiger.

Im Trennungs- und Scheidungsfall verweisen mittlerweile Beratungsstellen, Anwälte und Gerichte verstärkt auf Mediation.

Auch im Arbeitsleben ist diese Vorgehensweise mehr und mehr im Kommen. Mediation kann eben auch hier Unstimmigkeiten schnell, kostengünstig und menschenfreundlich zu einer Lösung führen.

Gesetzliche Verankerung der Mediation

Der Gesetzgeber hat der Bedeutung alternativer Streitbeilegungsverfahren bereits Rechnung getragen. So sieht § 278 ZPO (Zivilprozessordnung) u.a. vor, dass das Gericht den Parteien in geeigneten Fällen eine außergerichtliche Streitschlichtung vorschlagen kann.